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Kirchengemeinde Alt-Pankow / Bibelkreis


Unterstützer/innen-Kreis

Gemeindehaus Alt-Pankow, Breite Straße 38

»HeimatFilme • Kochen • Spielen
im Gemeindehaus Alt-Pankow«
Siehe Aushänge

»Cafe der Begegnung« jeden 2. Sonntag
Gemeindehaus der Friedenskirche, Dietzgenstraße 19
Sonntag, 12. März, dann alle 14 Tage
Helfende Hände (Kuchenbacken, Auf- und Abbau, Kinderbetreuung etc.)
bitte melden unter tel 030 476 29 00


Was wurde aus der Notunterkunft Wackenbergstraße?
Heiße Wochen am Jahresende
Nachdem der letzte Gemeindebrief im Druck war, erfuhr man über die Presse, dass aus dem geplanten Umzug der NUK Wackenbergstraße ins Containerdorf Elisabethaue zum Jahresende nichts werden würde, da erhebliche Baumängel sowie Verfahrensfehler in der Betreiber-Ausschreibung vorlagen. Der Unterstützerkreis formulierte daraufhin Petitionen an das Abgeordnetenhaus, unterstützte den Brandbrief des Flüchtlingsrates und schickte einen Brandbrief ans LAF (Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten – Nachfolgeinstitution des Lageso). Die Bewohner der Halle diktierten einen Brief an den neuen Pankower Bürgermeister Sören Benn über die unhaltsamen Lebensbedingungen in der Halle.

So kam es, dass am 30. November mittags der frisch ins Amt gewählte Sören Benn einen Überraschungsbesuch und abends der LAF-Sprecher Sascha Langenbach einen angekündigten Besuch in der Halle abstatteten. Beide wollten sich persönlich ein Bild von der beschriebenen prekären Unterbringung machen, mit den Bewohner*innen reden und sie beruhigen. Beide Politiker verließen die Halle sichtlich erschüttert; erschüttert über die räumlichen und hygienischen Verhältnisse, die Gesundheit und Verfassung der Bewohner. Entsprechende Berichte gingen an den Senat.

Das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG Berlin) ermöglichte der neu gewählten Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach einen Handlungsspielraum: »Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwenden, sowie Straftaten zu verhüten«. Das zeitaufwändige Ausschreibungsverfahren konnte kurzfristig umgangen werden. Für die Wackenberger wurde noch im Dezember die leerstehenden Tempohomes in Karow zur Verfügung gestellt. Ein Betreiber war bereits vor Ort, weil die Bewohner der seit August eröffneten Tempohomes in der Zossener Straße in Hellersdorf wegen erheblicher Baumängel (Kriechstromgefahr) im Dezember nach Karow evakuiert werden mussten.

Den Wackenbergern geht es in Karow deutlich besser. Ihr Leben ist selbstbestimmter: Essen in Eigenregie, einkaufen und kochen, ohne Störung schlafen, Licht eigenhändig an- und ausschalten können, Türen und Fenster öffnen und schließen können, in Ruhe lernen, Musik hören können, sich zurückziehen können... Ihre Gesichter sind glatter geworden. Die neue Wohnsituation gibt ihnen Kraft und Zuversicht nach über einem Jahr Menschenhaltung in einer Turnhalle.

Die Bewohner der Turnhalle der Niederschönhausener Grundschule am Hasengrund müssen weiterhin ausharren und haben erst Ende März einen Auszugstermin in Aussicht.



KONTAKT
E-Mail: wackenbergstrasse@pankow-hilft.de
(in den Betreff den gewünschten Arbeitskreis schreiben)